Hallo Humo!

Ich hatte diese nette Lötrauchabsaugung jetzt schon des öfteren auf Chaos-Events gesehen und habe beschlossen mir auch einen zu bauen.

Nachdem ich mir die Anleitung angesehen habe war klar, so viel ist da gar nicht dran. Mir gefällt vor allem die Idee, dass die 12V einfach über USB-C mit USB-PD bezogen werden.

Im GitHub-Repo gibt’s sowohl eine Teileliste, als auch die SVG-Datei für den Lasercutter. Einen 120mm PC-Lüfter, Schrauben und einen Schalter hatte ich noch rumliegen, den Rest gibt’s günstig im Internet.

Das Cutten ging auch ohne Probleme, ich habe dazu 3mm HDF verwendet, welches wir im FabLab vorrätig hatten. Der Zusammenbau verlief dann, dank der bebilderten Anleitung, auch größtenteils reibungslos und allzuviel zu Löten gab’s dabei auch nicht. Das einzige was nicht so ganz gepasst hat waren die Schraubenlöcher für den Lüfter, aber der hat eh nicht viel Spiel und hält mit 2 Schrauben auch bombenfest.

Hier noch ein paar Bilder vom Resultat:

Ich bin begeistert und finde es großartig, dass das Design und alle nötigen Infos frei im Internet verfügbar und gut dokumentiert sind.

Wer das jetzt nachbauen will und evtl. nicht alles einzeln bestellen will und nicht eh schon die Hälfte daheim rumliegen hat kann auch alle Bauteile als fertigen Bausatz kaufen bei blinkyparts.

Alles ist besser mit Bluetooth

Ich höre gerne Musik, so auch im Auto. Nur höre ich nicht unbedingt das was so von normalen Radiosendern gesendet wird die man mit einem Autoradio empfangen könnte. Ich wollte also eine Möglichkeit haben Musik aus meiner Sammlung im Auto abzuspielen und das möglichst komfortabel. Das heißt ich möchte nicht ständig neue CDs brennen oder mein Handy an den AUX-Anschluss anstecken müssen bei jeder Autofahrt.

Es musste also eine Lösung her Musik kabellos vom Handy an mein Autoradio zu senden. Ich habe mich hier für Bluetooth entschieden und eines der vielen Bluetooth-Audio-Module bestellt die es so gibt, namentlich das KRC-86B V 4.0.

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Ich habe mich auch für das Modul entschieden, da man damit die Möglichkeit hat die Lautstärke zu ändern und noch wichtiger, das Modul kann auch Play/Pause, nächstes/vorheriges Lied was ich gerade für das Autofahren haben wollte. Dann kann man Knöpfe anbringen und kann quasi blind zum nächsten Lied weiterschalten und muss seinen Blick nicht von der Straße abwenden 🙂

IMG_20160408_194601Nach einem kurzen Test war klar, das Teil funktioniert einwandfrei. Das Pairing mit meinem Handy ging ohne Probleme und auch die Musiksteuerung funktioniert so wie sie soll.

Die mitgelieferte blaue LED habe ich durch eine diffuse orange LED ersetzt und noch einen Vorwiderstand eingebaut, damit ich nicht von der LED geblendet werde.

Für die Stromversorgung möchte das Modul gerne 5 V haben. Das liegt es natürlich nahe das über USB zu lösen, damit wäre es dann Problemlos möglich das Modul mit jedem Handyladekabel o.ä. zu betreiben.

Ich habe also nach micro-USB Buchsen gesucht die man auf ein PCB löten kann. Ich habe allerdings leider nichts wirklich brauchbares gefunden und musste deshalb ein bisschen tricksen um die Buchse die ich dann bestellt hatte überhaupt zu befestigen. Wenn hier jemand einen Tipp parat hat bitte her damit 🙂

So schaut dann das Endprodukt aus, relativ kompakt:

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Bonus-Feature:

Ich habe auf meinem Handy eine Software namens Llama. Damit war es auch noch möglich einzustellen, dass mein Handy sobald es sich mit dem Bluetooth-Modul verbindet die Lautstärke entsprechend einstellt und Musik abspielt. Ich habe jetzt also den Komfort, dass ich mich im Prinzip um nichts kümmern muss außer, dass ich Musik auf meinem Handy habe die mir gefällt. Der Rest wird automatisch erledigt mit Hilfe von Llama und Bluetooth 🙂 denn wie sagte schon Sheldon Cooper so schön:

Alles ist besser mit Bluetooth!

USB-Stick-Halter

Hier möchte ich mal ein etwas größeres bzw. langwierigeres Projekt vorstellen das ich endlich abschließen konnte.

Und zwar habe ich in meinem Laptop-Rucksack immer einige USB-Sticks o.ä. dabei und wollte für diese eine Halterung haben, damit sie nicht in der Tasche herumfliegen. Nachdem ich inzwischen Mitglied im Rothenburger Fablab bin lag die Idee natürlich nahe mit dem 3D-Drucker etwas zu drucken.

openscad
Mein Modell in OpenSCAD

Angefangen habe ich mit der Spezifikation eines USB A Port/Plug und als dann die Abmessungen feststanden musste daraus ein 3D-Modell erstellt werden. Hier entschied ich mich für das Programm OpenSCAD bei dem man mit einer Art Programmiersprache das Objekt beschreiben muss.

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Der erste richtige Testdruck

Da ein richtiger USB-Port innen an allen Seiten Nasen hat, die den USB-Stick im Port halten musste ich mir hier etwas einfallen lassen um diese irgendwie nachzubilden. Ich habe deshalb mit flexiblem Filament gedruckt, was sich als große Herausforderung herausgestellt hat. Ich war wohl der erste in unserem Fablab der dieses Filament verwenden wollte und so musste ich zuerst herausfinden mit welchen Einstellungen man ein gutes Ergebnis bekommt ohne Fäden in den Zwischenräumen oder

Alle Testdrucke und das Finale Ergebnis
Alle Testdrucke und das Finale Ergebnis

Druckfehler. Aus diesem Grund habe ich dann doch einige Zeit gebraucht und viele Testdrucke machen müssen bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

 

 

Zum Schluss noch ein paar Bilder des fertigen USB-Stick-Halters 🙂

 

IMG_20160331_165642IMG_20160331_165929IMG_20160331_170036Falls ihr euch auch so einen USB-Stick-Halter drucken möchtet, die nötige OpenSCAD-Datei habe ich auf hier hochgeladen: Thingiverse